Eine durchdachte Baustelleneinrichtung ist Voraussetzung für einen reibungslosen und sicheren Ablauf einer Baustelle. Von der Wasser- und Stromversorgung über die Absicherung der Baustelle mit Bauzäunen bis hin zur Lagerung von Materialien und Geräten gehören viele Punkte zur Einrichtung einer Baustelle. Erfahren Sie hier, was man unter einer Baustelleneinrichtung versteht, wer dafür zuständig ist und welche Kosten anfallen.
Die Baustelleneinrichtung dient dazu, die nötige Organisation und die Vorbereitungen zu treffen, um die späteren Bauarbeiten überhaupt zu ermöglichen. Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der Bedürfnisse der verschiedenen beteiligten Gewerke erstellt der Bauherr oder sein Bevollmächtigter einen Baustelleneinrichtungsplan.
Zur Baustelleneinrichtung gehört alles, was für die Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs auf der Baustelle erforderlich ist, zum Beispiel:
Die Baustelleneinrichtung für Tagesbaustellen kann anders aussehen als für Straßen- oder Dauerbaustellen. Je länger eine Baustelle dauert, desto umfangreicher fällt die Baustelleneinrichtung gewöhnlich aus. Sie enthält dann beispielsweise einen Bürocontainer für Baustellenbesprechungen oder eine feste Baustellensicherung anstelle von Provisorien.
Die Baustellenabsicherung dient der Sicherheit von Passanten und den Baubeteiligten. Dazu zählen etwa die Verkehrssicherung, die Baustellenabsicherung oder die Sicherung gegen unbefugtes Betreten. Die Baustellenabsicherung ist somit ein wichtiges Element der Baustelleneinrichtung.
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Baustelleneinrichtung im Leistungsverzeichnis definiert werden kann:
Bei der Einrichtung der Baustelle müssen zahlreiche Rechtsvorschriften einhalten. Dazu gehören:
Welche Genehmigungen Sie für Ihre Baustelleneinrichtung einholen müssen, hängt von Ihrem Bauprojekt und den örtlichen Gegebenheiten ab. Erforderlich sind unter anderem diese Genehmigungen:
Für die Baustelleneinrichtung ist stets der Bauherr selbst verantwortlich. In der Praxis beauftragt er damit häufig ein Architektur- oder Planungsbüro oder SiGe-Koordinatoren. Auch ein Bauunternehmen kann die Aufgabe im Rahmen seines Auftrags übernehmen. Das ändert jedoch nichts an den Verpflichtungen des Bauherrn – er bleibt für die Aufsicht auf der Baustelle verantwortlich.
Der Baustelleneinrichtungsplan ist das Herzstück der Vorbereitung von Bauprojekten. Es handelt sich dabei um eine maßstabsgetreue Zeichnung des Baugeländes. Darin halten Sie genau fest, an welchen Stellen sich welcher Teil der Baustelleneinrichtung befindet. Wenn Sie den Baustelleneinrichtungsplan zeichnen, sollten Sie unter anderem diese Punkte berücksichtigen:
Fertigen Sie ein Baustelleneinrichtungsplan-Muster an, das Sie für verschiedene Bauphasen immer wieder anpassen können. Die Baustelleneinrichtung für den Tiefbau muss andere Anforderungen erfüllen als für den Hochbau oder den späteren Ausbau. Holen Sie bereits frühzeitig den zuständigen Netzbetreiber ins Boot, um die mögliche Platzierung von Baustrom und Bauwasser für die Baustelleneinrichtung zu planen.
Die Dauer der Baustelleneinrichtung hängt ganz davon ab, wie komplex und umfangreich ein Bauvorhaben ist. Kleine Bauprojekte, die nur wenige Tage andauern, sind in der Einrichtung der Baustelle weniger aufwändig als große Bauvorhaben, die über mehrere Jahre andauern.
Welche Kosten es verursacht, eine Baustelle einzurichten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören etwa:
Häufig bewegen sich die Kosten der Baustelleneinrichtung zwischen 5 und 10 Prozent der Gesamtbaukosten. Sie setzen sich aus fixen Kosten für den Antransport von Baucontainern, Maschinen oder Planungsleistungen für die Baustelleneinrichtung und laufenden Kosten zusammen, etwa für gemietete Baumaschinen, Kosten für Bauwasser und Baustrom, Abfallentsorgung und Versicherungen.
Der Umweltschutz auf der Baustelle nimmt heute einen hohen Stellenwert ein. Dies beginnt bereits mit einer cleveren Baustelleneinrichtung. So können Sie auf Ihrer Baustelle die Umwelt schonen:
Die korrekte Entsorgung von Bauabfällen, Schutt und Bodenmaterial unterschiedlicher Bodenklassen sollte für Bauunternehmen höchste Priorität genießen. Nutzen Sie dafür am besten robuste Produkte, die die Arbeit erleichtern, wie Schuttmulden oder Schuttrutschen.