Kein Verkauf an Privatpersonen

Kabel- und Leitungsbau

Kabel- und Leitungsbau

Ohne die erforderlichen Ver- und Entsorgungsleitungen wäre unsere moderne Infrastruktur nicht möglich. Allein das deutsche Stromnetz umfasst eine Leitungslänge von rund 1,8 Millionen Kilometern – hinzu kommen etliche Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen. Hier erfahren Sie, welche Vorschriften bei der Kabelverlegung im Erdreich einzuhalten sind, welche Werkzeuge im Leitungsbau und Kabelbau zum Einsatz kommen und worauf außerdem zu achten ist.

Definition: Was versteht man unter Kabel- und Leitungsbau?

Unter dem Oberbegriff Kabel- und Leitungsbau fasst man alle Arbeiten zusammen, die im Zusammenhang mit der Verlegung und Instandhaltung von Rohrleitungen unter der Erde anfallen. Dies betrifft:

  • Wasserleitungen
  • Abwasserleitungen
  • Gasleitungen
  • Stromleitungen
  • Telekommunikationsleitungen

Diese können dank entsprechender Tiefbauarbeiten entweder in offener Bauweise oder geschlossen mittels grabenloser Rohrverlegung gelegt werden. Nur selten erfolgen Rohrverlegung oder Kabelbau oberirdisch, weil diese Verlegungsart störungs- und beschädigungsanfällig ist.

Ziele und Aufgaben des Kabel- und Leitungsbaus

Das wichtigste Ziel des Kabel- und Leitungsbaus ist die Auswahl einer geeigneten Trasse. Diese soll den Anforderungen der betreffenden Leitung und den Vorschriften zur Kabelverlegung im Erdreich entsprechen und zugleich möglichst wirtschaftlich sein. Insbesondere im städtischen Umfeld kann dies eine große Herausforderung darstellen. Hier muss der Tiefbau zur Kabelverlegung hinzugezogen werden, um raumsparende Lösungen zu finden.

  • Abwasser-, Strom-, Telekommunikations- oder Gasleitungen im Erdreich verlegen
  • oder beschädigte Leitungen reparieren, ersetzen oder neu verlegen
  • wertvolle Oberflächen wie Gärten oder Pflaster mittels Einsatz gängiger Verfahren wie dem grabenlosen Leitungsbau erhalten
  • die verlegten Leitungen soweit möglich vor Schäden schützen, etwa durch die Nutzung von Kabelkanälen oder Schutzrohren

Worauf beim Kabel- und Leitungsbau zu achten ist

Beim Verlegen von Abwasserleitungen, Gasleitungen oder Glasfaserleitungen gilt es stets darauf zu achten, die Anwohner im näheren Umfeld der Baustelle nicht zu stark zu beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem eine adäquate Baustellenabsicherung mit Absturzsicherungen oder einer Grabenbrücke aus Holz sowie die Einhaltung der Lärmvorschriften.

Ehe im Tiefbau die Kabelverlegung beginnen kann, sollte anhand von bestehenden Spartenplänen der Verlauf vorhandener Gas- oder Abwasserleitungen überprüft werden. Andernfalls könnten diese mit einer Maschine zum Ausheben des Grabens beschädigt werden. Dies würde die Versorgungssicherheit der Anwohner und umliegenden Firmen gefährden. Liegen keine Spartenpläne vor, leistet mitunter ein bis 400 Volt spannungsfester Leitungssucher für Erdkabel bei der Leitungsortung im Erdreich gute Dienste.

Auch der Arbeitsschutz der Bauarbeiter hat bei der Kabelverlegung im Tiefbau einen hohen Stellenwert. Soll eine Wasserleitung oder Gasleitung in großer Tiefe verlegt werden, muss die Baugrube gegebenenfalls mit einem Verbau vor dem Einsturz gesichert werden.

Leitungs- und Kabelverlegung im Erdreich: Vorschriften und Normen

Vielfältige Vorgaben für die Kabelverlegung im Erdreich machen die VDE-Vorschriften. Die VDE-Vorschrift VDE 0100-520 schreibt etwa eine Verlegetiefe für Erdkabel von mindestens 60 Zentimetern vorbei, wobei die Empfehlung bei 80 Zentimetern liegt. So lässt sich das erforderliche Sandbett sinnvoll herstellen. Die Leitungen liegen dann im frostfreien Bereich, was Frostschäden unwahrscheinlich macht.

Um die Sicherheit vor Beschädigungen weiter zu erhöhen, ist es vorgeschrieben, Trassenbänder zu verwenden (z.B. Trassenwarnband für Kabel mit der Aufschrift „Achtung Erdkabel“). Sollten Erdarbeiten anfallen, dann wird durch das Band darauf hingewiesen, dass sich darunter Leitungen oder Kabel befinden und die Bauarbeiter sind entsprechend gewarnt.

Um sie vor mechanischen Beschädigungen durch den Druck des Erdreichs zu schützen, sind sie gemäß den VDE-Vorschriften zur Kabelverlegung in Leerrohren, Schutzrohren oder Kabelkanälen einzugraben.

Im Kabel- und Leitungsbau gibt es jedoch eine enorme Bandbreite an weiteren Vorschriften und Normen, die im Tiefbau mit der Kabelverlegung oder dem Verlegen von Rohren beschäftigte Unternehmen einhalten müssen, unter anderem:

  • Sicherheitsvorschriften für die Bauarbeiter (vgl. Vorgaben der BG Bau für Tiefbauarbeiten) und Anwohner
  • Vorgaben im Bereich des Umweltschutzes und des Emissionsschutzes (z. B. Lärm, Staub) – erfahren Sie mehr über emissionsfreies Arbeiten in unserem Fachbeitrag.
  • eine Vielzahl von DIN-Normen im Rohrleitungsbau
  • Vorgaben für Arbeiten an Trinkwasserleitungen (z. B. DVGW)

Ablauf der Planung im Kabel- und Leitungsbau

Eine gute Planung vermeidet Probleme bei der Ausführung oder nachträgliche Beeinträchtigungen. Diese besteht aus mehreren Schritten:

  1. Schritt: Das ausführende Unternehmen sollte zunächst Bestandspläne einholen, um die Umsetzung der im Leistungsverzeichnis genannten Tiefbauarbeiten planen zu können.

    Insert your text here

  2. Schritt: Eine geologische Trassenerkundung gibt Aufschluss über den vorhandenen Bodenaufbau. Diese Informationen sind wiederum ausschlaggebend für die Wahl des Verfahrens, beispielsweise das Pflugverfahren im Leitungsbau.
  3. Schritt: Anhand von Spartenplänen und Untergrundanalysen sowie mithilfe von Leitungsortungsgeräten lässt sich feststellen, ob unterirdische Hindernisse vorhanden sind, etwa alte Tanks oder Leitungen. Je nach Standort kann eine Kampfmittelfreigabe erforderlich sein.
  4. Schritt: Anhand der vorangegangenen Schritte kann nun die exakte Trasse festgelegt und das Bauverfahren bestimmt werden. Auch die erforderlichen Kabel und Leitungen (z. B. Kabelquerschnitt, Schutzklasse) sowie die nötigen Tiefbauarbeiten lassen sich nun bestimmen.
  5. Schritt: Sobald alle Faktoren geprüft und das Projekt freigegeben wurde, kann die Umsetzung unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften beginnen.

Damals und heute: Wie sich der Kabel- und Leitungsbau entwickelt hat

Früher war der Kabel- und Leitungsarbeit mühevolle Handarbeit. Wo Schaufeln und Muskelkraft einen hohen Zeiteinsatz erforderten, können Tiefbauunternehmen heute aus einer großen Vielfalt an Kabelbau-Werkzeugen und Baumaschinen für den Tiefbau wählen, die ihnen die Arbeit erleichtern. So können sie etwa mit einem Bagger Gräben ausheben, mit einem Rohrgreifer für den Bagger Rohre komfortabel bewegen oder mit einer Grabenfräse die Kabelverlegung in der Tiefe vereinfachen.

Auch die Art der Kabelverlegung im Tiefbau hat sich verändert. Während man früher Kabel und Leitungen häufig oberirdisch verlegt hat, gehört die Kabelverlegung im Erdreich heute zum Standard. Dabei kommen auch grabenlose Bauweisen zum Einsatz, bei denen die Bauarbeiter keine Gräben ausheben, um eine Wasserleitung zu legen. Vielmehr können Leitungen mithilfe von Bodenverdrängungsverfahren, Horizontalspülbohrgeräten oder Bohrpressungen unterhalb der Oberfläche verlegt werden.

Hilfsmittel und Werkzeuge im Kabelbau und Leitungsbau

Um wirtschaftlich zu arbeiten und selbst in schwierigen Bebauungsverhältnissen eine hochqualitative Leistung erbringen zu können, arbeiten die beauftragten Unternehmen mit einer Vielzahl von Werkzeugen für den Leitungsbau und Kabelbau. Zu diesen Verbaugeräten für den Tiefbau gehören unter anderem:

  • Leitungssuchgeräte und Leitungsortungsgeräte zum Aufspüren von unterirdisch verlegten Kabeln und Wasserleitungen
  • Trassenwarnbänder für Kabel, zur Kennzeichnung der verlegten Trassen (z. B. mit der Aufschrift „ Achtung Trinkwasserleitung“ oder „ Achtung Deutsche Telekom“)
  • Grabenfräse als Anbaugerät für Bagger oder Lader sowie weitere Anbauteile wie Löffel, Greifer oder Schnellwechsler
  • Erdraketen und Kleinbohranlagen zur Herstellung von Unterquerungen (z. B. für Straßen, kleine Bäche) und Hausanschlüssen
  • Kabeltrommeln sowie hilfreiches Zubehör wie Kabeltrommeln und Leitungssucher mit Sender und Empfänger
  • Fahrplatten und Abstützungen zur Absicherung der Baustelle (z. B. Oxford-Grabenbrücke)
  • Baulaser und weiteres Kanalbau-Zubehör
  • Kabeleinzieh- und Kabelverlegungsmaschinen sowie Werkzeug zur Kabelverschraubung
  • Rüttelplatten und Stampfer

Mit diesen Werkzeugen für den Leitungsbau und Kabelbau können zeitgemäße Verfahren wie etwa die grabenlose Rohr- und Kabelverlegung, das Kabelpflugverfahren oder das Horizontalspülbohrverfahren umgesetzt werden.

Häufige Fragen zum Kabel- und Leitungsbau

Zubehör und Werkzeug für den Kabel- und Leitungsbau

Benötigen Sie Beratung bei der Auswahl der richtigen Maschinen und Werkzeuge für den Leitungsbau? Kontaktieren Sie uns per E-Mail, über das Kontaktformular oder telefonisch unter 040 53802-95555. Unser erfahrenes HKL-Serviceteam unterstützt Sie gerne dabei, die idealen Werkzeuge für die Leitungs- und Kabelverlegung im Tiefbau zu finden.

pro Seite:  
1.678,75 € / Stück Stück (zzgl. MwSt.)
Verfügbar
Lieferzeit: 1 Woche(n)